Presbyterium

Aus dem Presbyterium

Schulisch gesehen…

hat unser ehrwürdiges Altes Evangelisches Schulhaus im Laufe der Zeit eine beachtliche Wandlung erfahren. Die Gründung dürfte laut Chronik ins Jahr 1786 fallen, als Schule wurde das Gebäude bis 1938 genützt. In den ersten Jahren wurden wegen der weiten Schulwege Schulstationen errichtet, neben Mitterbach noch Lackenhof, Neuhaus, Terz und Ulreichsberg.

In weiterer Folge diente das mehrmals ausgebaute Gebäude neben Klassenzimmer und Lehrerwohnung auch als Asyl für auswärtige Kinder, für Privatwohnungen, als Aufbahrungshalle, Unterkunft für russische Besatzungssoldaten und heute mit dem Gemeindesaal und Ausstellungsräumen als kleines Museum. Eine erste Ausstellung fand 1981 im Gemeindesaal zum Toleranzjubiläum mit dem Thema „Evangelisch in Niederösterreich” statt. Seit der Landesausstellung 2015 „Die Alpen und wir“ beherbergt die Schule die Ausstellung “Glaubens:Reich – Evangelisch im Ötschergebiet” über die Besiedlung durch evang. Familien aus dem Ennstal und Salzkammergut im 18. Jhdt.

Besondere Beachtung findet die seit 2016 an den Adventwochenenden ausgerichtete Krippenausstellung. In den letzten beiden Jahren wurden der Schulgarten neugestaltet, im Obergeschoß vier Räume für Sonderausstellungen renoviert und mit den Werken einer Mitterbacher Künstlerin eröffnet. In Zusammenarbeit mit dem Kulturverein KOMM folgte 2022 die Ausstellung “Brot und Wein”. Vieles wurde durch Eigenleistung von tatkräftigen Helfern und durch großzügige Spenden bereits erreicht. Jedoch gibt es noch einiges zu tun, wie Erneuerung der Installationen, der Fassade oder Wärmedämmung, um den Bildungsauftrag als wichtigen Bestandteil evangelischen Lebens in unserer Pfarrgemeinde zu erfüllen.

Aus der Schule geplaudert hat Euer

Presbyter Martin Weber

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